Gefangene des Zwecks
Als Josef vor dem Pharao stand, erlebte er den gefährlichsten Moment seines Lebens. Oft wird diese Geschichte als ein Moment des Ruhms und der Chance beschrieben, doch in Wahrheit hätte sie ihn das Leben kosten können. Der Pharao war kein gottesfürchtiger Mann, und der ägyptische Hof war für seine Skrupellosigkeit bekannt. Ein einziges falsches Wort hätte Josefs Hinrichtung bedeuten können. Doch in dieser heikelsten und gefährlichsten Stunde rief das Schicksal. Was wie eine Falle aussah, war in Wirklichkeit eine göttliche Fügung. Josef stand an der Schwelle zu seiner Lebensaufgabe, und es gab keinen anderen Ausweg als hindurchzugehen.
Während ich über diese Szene nachdachte, erinnerte ich mich an die Worte des Petrus an Jesus in Johannes 6,68: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Josef hatte wie Petrus keine andere Wahl. Er konnte dem Pharao nicht widersprechen, noch die Beförderung ablehnen. Er war von seinem Schicksal getrieben. Er wurde zum Gefangenen des Schicksals – ein Mann, gefangen im Willen Gottes.
Es kommt der Zeitpunkt, an dem Gott uns alle Ausreden nimmt, die wir für unser Aufschieben vorgeschoben haben. Manche sagen: „Ich kann das Unternehmen nicht gründen“, oder „Ich kann nicht in den Gemeindedienst gehen“, oder „Ich bin noch nicht bereit für diese Beziehung“. Doch in dieser neuen Phase beseitigt Gott die Ausreden. Er drängt sein Volk zu Wachstum, zu einer erfüllten Aufgabe, zu Orten der Gunst und der Erfüllung. Wenn du sagst: „Ich habe kein Auto“, schenkt er es dir. Wenn du sagst: „Mir fehlt das Kapital“, stellt er es dir zur Verfügung. Gott beseitigt die Hindernisse, denn die Zeit der Erfüllung ist gekommen.
Römer 8,29 erinnert uns: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.“ Gottes Wille ist über dein Leben geschrieben – eine vorherbestimmte Bestimmung, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Psalm 40,7 sagt: „Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Buchrolle steht von mir geschrieben.“ Es gibt einen göttlichen Plan für dein Leben, und es gibt Momente, in denen Gott diesen Plan durchsetzt, indem er jede Alternative ausschließt. Er macht dich zum Gefangenen seines Plans.
Selbst Potiphars Familie konnte Josefs Aufstieg nicht verhindern. Das System, das ihn einst versklavt hatte, wurde zum Schauplatz seiner Beförderung. Als der Pharao ihn zu sich rief, wurde eben jenes Ägypten, das ihn einst gefangen hielt, zum Land, das ihn krönte. Ein einziger Befehl vom Thron veränderte seinen Status innerhalb eines Tages vom Gefangenen zum Statthalter. In Genesis 41,14 heißt es: „Da sandte der Pharao Boten und ließ Josef rufen, und man holte ihn eilig aus dem Kerker.“ Dieses „eilig“ offenbart göttliches Eingreifen – Gottes Hand, die das Schicksal ohne Verzögerung vorantreibt.
Ich spüre, dass Gott diesen Monat für viele dasselbe tut. Er bringt sein Volk schnell in Position. Er führt euch zu eurem Segen, eurer Aufgabe, eurem Durchbruch. Manche von euch haben gebetet: „Herr, ich bin noch nicht bereit.“ Doch der Himmel hat verkündet: „Jetzt ist die Zeit.“ Ihr werdet Gefangene des Wohlstands – Menschen, denen nichts anderes übrig bleibt, als erfolgreich zu sein. Ihr werdet durch Gottes Gnade dazu gedrängt, das zu tun, was Gott für euch vorgesehen hat.
Jede Verzögerung, jeder Widerstand, jede Ausrede wird beseitigt. Die Feinde, die deinen Aufstieg bekämpft haben, werden zusehen, wie Gott dich höher erhebt als jene, die einst Macht über dich hatten. Wie Josef wirst du das Gefängnis der Begrenzung verlassen und den Palast des Wachstums betreten.
Dies ist deine Zeit der göttlichen Führung. Du wirst dem Willen Gottes nicht entfliehen. Du wirst deiner Berufung nicht entkommen. Du bist Gefangener deiner Bestimmung, und dein Schicksal verlangt nach Erfüllung.
Sprich heute dieses Gebet:
„Vater, hilf mir, eine Position zu finden, in der es keine Ausreden mehr gibt. Nimm alles von mir, was mich daran hindert, deinen Willen zu tun. Danke für Beförderung, Wachstum und Gunst. Im Namen Jesu, Amen.“