Die Zeit der Trennung und der göttlichen Gunst
Josefs Geschichte im Hause Potiphars offenbart tiefgründige spirituelle Prinzipien über Gunst, Segen und göttliche Stellung. In Genesis 39,2-4 lesen wir: „Der Herr war mit Josef, und er hatte Erfolg, und er wohnte im Hause seines ägyptischen Herrn. Als sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war und dass der Herr ihm in allem, was er tat, Erfolg gab, fand Josef Gnade in seinen Augen und wurde sein Diener.“ Selbst als Diener brachte Josef einen Segen mit sich, der Potiphar und seinem Haushalt zugutekam. Obwohl Potiphars Frau von Lust geblendet war und Josefs Wert nicht erkannte, ließen sich Gottes Gunst und Absicht nicht aufhalten.
In jenen alten Zeiten war es üblich, dass Herren ihre Diener unter Kontrolle hielten. Josef war jedoch nicht bloß ein Diener; er war ein Kanal göttlichen Segens. Auch in unserem Leben gibt es Zeiten, in denen unsere Nächsten – selbst Familienmitglieder – den Segen und die Gunst, die wir in uns tragen, nicht erkennen. Wie eine Frau, die inständig für den Durchbruch ihres Mannes betet, kann der Ehemann blind für die Quelle seines Erfolgs sein und annehmen, dass er nur seiner Anstrengung zu verdanken ist, ohne die göttliche Gunst zu erkennen, die durch seine Partnerin wirkt.
Gottes Zeitplan und seine Absonderung offenbaren oft seine Herrlichkeit. In Genesis 30,27-43 gedieh Jakob in Labans Haushalt und vermehrte seine Herden über Labans Erwartungen hinaus. Es war offensichtlich, dass Gott Jakob für eine Zeit der Auszeichnung abgesondert hatte. Was andere als ihr Eigentum beanspruchen konnten, wurde durch Gottes Hand vergrößert und bewies, dass er die Quelle des Segens ist. Ebenso veranschaulicht Josefs Beförderung zum Premierminister, selbst nachdem er zu Unrecht inhaftiert worden war, dass Gnade uns unabhängig von den Umständen erheben kann. „Aber der Herr war mit Josef und erwies ihm Gnade und ließ ihn Gnade finden vor dem Gefängniswärter“ (Genesis 39,21).
Wir stehen vor einer Zeit großer Trennung, einer Zeit, in der Gott deutlich machen wird, dass die Gunst und der Segen nicht nur anderen zugutekommen, sondern ein Zeugnis seiner Herrlichkeit sind, die sich durch Sie manifestiert. Wie Jeremias Landkauf in einer Kriegszeit (Jeremia 32,6-15) ist dies eine Zeit, in der erhörte Gebete von göttlicher Führung begleitet werden. Ihre Durchbrüche werden nicht nur alles übertreffen, was Ihre Familie je erreicht hat, sondern auch zeigen, dass Gottes Hand über Ihnen liegt.
Der Schlüssel zum Erfolg in dieser Zeit ist Demut. Josef verließ sich nicht auf seine Anstrengungen; er war sogar einmal ein Gefangener, doch die Gnade verschaffte ihm diese Chance. Gottes Gunst muss man sich nicht verdienen, sondern schenken. Durch Demut erkennen andere, dass Gott und nicht man selbst den Zuwachs lenkt. „Demütigt euch daher unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch zu seiner Zeit erhöhe“ (1. Petrus 5,6).
Denken Sie beim Beginn dieser Zeit daran: Es ist Gottes Gnade, die trennt, positioniert und erhebt. Bleiben Sie demütig und wissen Sie, dass Ihre Erfolge Ausdruck göttlicher Gunst und nicht bloß menschlicher Anstrengung sind. Das Gebet für diese Zeit ist einfach, aber tiefgründig: „Danke, Herr, für die Bestätigung. Danke für die Trennung. Vater, so wie ich ein Segen für meine Familie war, lass mich nun ein Segen für alle werden. Was meine Familie nicht erreichen konnte, hast du mir in größerem Maße ermöglicht. Lass deine Gunst und deine Hand über mir sein und lass mich nicht eingeschränkt sein.“
Dies ist eine Zeit göttlichen Wachstums, eine Zeit der Gunst und eine Zeit der Auszeichnung. Empfangen Sie es im Glauben, leben Sie in Demut und lassen Sie Gottes Herrlichkeit durch Ihr Leben leuchten.