Zugriff auf Ihr Erbe: Ein Aufruf zum Handeln
Die Bibel lehrt, dass ein Erbe, solange er ein Kind ist, nicht anders ist als ein Diener. Er steht unter der Aufsicht von Erziehern und Verwaltern, bis er volljährig ist (Galater 4,1–2). Diese Erzieher und Verwalter sollen den Erben anleiten und ihn reifen lassen, damit er sein Erbe weise verwalten kann.
Doch es gibt etwas Bemerkenswertes: Selbst als junger Thronfolger kann er, wenn er sich seiner selbst bewusst wird, die ihm innewohnende Autorität ausüben und erklären: „Ich bin nun reif genug, um selbst zu regieren.“
Viele Menschen hätten Anspruch auf ein Erbe, drängen aber nie darauf, es anzutreten. Man denke an die Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11–32). Der jüngere Sohn bat um sein Erbe und erhielt es, obwohl er noch nicht bereit war, damit umzugehen. Der ältere Sohn hingegen bat nie darum. Er blieb im Haus und hatte nie Zugang zu dem, was ihm rechtmäßig zustand.
Dasselbe Prinzip gilt für das geistige und materielle Erbe in unserem Leben. Manche kennen die Verheißungen, sind aber nicht bereit, sie zu empfangen. Als Elia sich darauf vorbereitete, sein Amt weiterzugeben, wussten die Prophetensöhne zwar von seinem bevorstehenden Tod, doch sie bereiteten sich nicht darauf vor, ihn zu empfangen. Nur Elisa war bereit und willens, und so erbte er einen doppelten Anteil von Elias Geist (2. Könige 2,9–15).
Was hindert Sie daran, Ihr Erbe anzutreten?
Unreife – Manchmal sind wir noch nicht bereit, mit dem Segen umzugehen, und Gottes Timing ist perfekt.
Aufsichtsbehörden oder Verwalter – diejenigen, die uns leiten sollen, könnten unseren Zugang verzögern oder in Frage stellen.
Unsere eigene Entscheidung – Oft ist unser einziges Hindernis unser Mangel an Initiative. Das Erbe gehört uns, aber wir müssen fragen, uns positionieren und es annehmen.
Die Einschränkung beim Erbrecht hängt nicht immer von der Reife oder den Umständen ab – oft ist es eine Entscheidung, die wir noch nicht getroffen haben. Gott hat uns bereits Segen und Autorität anvertraut, und alles, was nötig ist, ist eine Erklärung: „Ich möchte mein Erbe antreten.“
Gebetsanliegen, um dein Erbe zu erhalten
1. Erkläre deine Volljährigkeit
Bibelstellen: Galater 4,1–2; Lukas 15,12–13
Gebet:
Vater, ich bin erwachsen geworden. Ich erkläre, dass ich reif genug bin, das Erbe zu verwalten, das du für mich bereitet hast. Gib mir mein Erbe in Jesu Namen.
2. Befreiung von denen, die Ihr Erbe verwahren
Bibelstelle: 2 Könige 2,9–15
Gebet:
Vater, wer auch immer über mein Leben gesetzt wurde, um mich reifen zu lassen, und mir etwas vorenthalten hat, das mir zusteht, ich bitte Dich, es freizugeben. Bewege meine Helfer im Namen Jesu, damit ich empfangen kann, was Du für mich bereitet hast.
3. Befreiung von Feinden, die Ihre Erbschaft blockieren
Bibelstellen: Jesaja 54,17; Psalm 68,1–2
Gebet:
Vater, lass meine Feinde freigeben, was mir gehört. Beseitige jedes Hindernis und jeden Widerstand, der meinen Segen verzögert hat. Lass deine Gunst mir vorangehen und öffne Türen, die niemand verschließen kann, im Namen Jesu.
4. Bete um Weisheit im Umgang mit deinem Erbe
Bibelstellen: Jakobus 1,5; Sprüche 3,13–16
Gebet:
Vater, gib mir Weisheit, um jedes Erbe, das du mir anvertraut hast, verantwortungsvoll zu verwalten. Lehre mich, alles, was ich empfange, so zu verwalten, dass es sich vermehrt und deinen Namen verherrlicht. Im Namen Jesu.
Abschluss
Ein Erbe ist kein Selbstläufer; es erfordert Initiative, Glauben und ein klares Bekenntnis. Gott hat Segen, Autorität und alles Notwendige für dein Leben vorbereitet. Tritt heute vor, nimm dein Erbe in Anspruch und bete um Weisheit, es gut zu verwalten. Die Verheißung gehört dir – mach dich bereit, sie zu empfangen!