Sprechende Propheten

Die Macht prophetischer Portale und des gesprochenen Wortes

Einleitung:
Die Gabe der Geistesvisionen ist allen Gläubigen, unabhängig von Rang oder Reife, natürlich gegeben. Viele können zwar im Geist sehen, doch nur wenige sind sich dessen vollkommen bewusst oder erkennen überhaupt, dass sie sehen. Wir leben in einer prophetischen Generation, in der viele Menschen Visionen haben, ihnen aber oft die Vollmacht fehlt, das Gesehene zu verändern. Diese Vollmacht entspringt einer spezifischen, göttlichen Autorisierung, die durch die Gegenwart Gottes gekennzeichnet ist.

Das Kennzeichen dieser Bevollmächtigung ist Gottes Gegenwart. Wann immer du Gottes Gegenwart spürst, ist sie sein Siegel, das dich befähigt, zu sprechen und das hervorzubringen, wozu du die Kraft hast. Aber ist dir schon einmal aufgefallen, dass in einem Raum ein bestimmter Bereich eine besonders starke Gegenwart Gottes zu spüren scheint? Diesen Bereich nenne ich ein „Portal“ – eine Öffnung im Himmel, die es Gottes Gegenwart ermöglicht, an einen bestimmten Ort zu gelangen.

Die Bedeutung von Portalen und göttlicher Vollmacht:
Viele Menschen erleben diese spirituellen Öffnungen, doch nur wenige sind sich ihrer bewusst. Sprechen und Bekennen außerhalb von Gottes Gegenwart entfaltet keine Wirkung, denn wahre Kraft des gesprochenen Wortes entsteht aus der Verbindung mit Gottes Stimme und Gegenwart. Portale sind spirituelle Tore, durch die Gottes Gegenwart tief spürbar ist. Sie können durch Anbetung, Gebet oder den Umgang mit Menschen, die eine starke Verbindung zu Gott haben, entstehen. Der Schlüssel zur Manifestation dessen, was du siehst, liegt in Gottes Gegenwart, die dich befähigt, Veränderungen zu bewirken.

Hesekiels Tal der verdorrten Gebeine: Eine Lektion in göttlicher Autorität.
In Hesekiel 37 weist Gott den Propheten an, verdorrten Gebeinen Leben einzuhauchen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit göttlicher Führung, bevor man in einer bestimmten Situation spricht. „So weissagte ich, wie mir befohlen war. Und während ich weissagte, entstand ein Geräusch, ein Rasseln, und die Gebeine fügten sich zusammen, Gebein an Gebein.“ (Hesekiel 37,7). Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, sich von Gottes Weisung und Gegenwart leiten zu lassen. „Es ist eine Sache zu sprechen; es ist eine andere, in seiner Gegenwart zu sprechen. In diesem Moment werden Worte zu Werkzeugen der Veränderung.“ Worte, die ohne seine Zustimmung gesprochen werden, können sich nicht manifestieren. Es gibt vier grundlegende Wege, wie Portale entstehen; ein Portal ist in diesem Sinne eine Öffnung, die Gottes Gegenwart fließen lässt und uns die Autorität verleiht, Leben über uns selbst und andere zu sprechen.

1. Portale durch Anbetung öffnen:
Der erste Weg, ein Portal zu öffnen, führt über die Anbetung. Wenn du anbetest, lädst du Gott in dein Leben ein und verwandelst diesen Ort in ein lebendiges Portal. „Doch du bist heilig, du thronst zum Lobpreis Israels“ (Psalm 22,3). Anbetung lenkt unseren Blick von den Problemen um uns herum hin zu einer tieferen Verbindung mit Gott. Und wenn seine Gegenwart den Raum erfüllt, kann sich das, was wir mit Autorität aussprechen, manifestieren.

2. Engelportale
Ein Engelportal ist eine weitere Art spiritueller Öffnung. Jakobs Begegnung mit Gott in Bethel ist ein Paradebeispiel dafür; er wählte unwissentlich einen Ort, an dem sich ein Engelportal befand, was sein Leben tiefgreifend beeinflusste. „Er hatte einen Traum, in dem er eine Treppe sah, die auf der Erde stand und deren Spitze bis zum Himmel reichte, und die Engel Gottes stiegen darauf auf und ab“ (1. Mose 28,12). Viele Orte gelten heute als heilig, weil Menschen dort göttliche Begegnungen erlebt haben, die oft ein überwältigendes Gefühl von Gottes Gegenwart hervorrufen. Engelportale können jedoch manchmal trügerisch sein, da einige von dämonischen Einflüssen beherrscht werden können. Jakob erlebte eine Veränderung, weil er ein Portal sah; unser Bewusstsein und unsere Ausrichtung auf Gott sind der Schlüssel, um diese Engelportale zu erkennen. Jakobs Leben veränderte sich durch die Begegnungen, die er in Bethel hatte, und wenn man sich dieser Engelportale bewusst ist, kann man dieselben Ergebnisse und Manifestationen wie Jakob erleben.

3. Portale durch Gemeinschaft
. Die dritte Art von Portal entsteht durch Gemeinschaft. Wenn ich meine Berufung vollends erkenne, umgebe ich einen „offenen Himmel“, einen geistlichen Raum, der es anderen ermöglicht, durch Gemeinschaft oder eine Beziehung zu mir als Mann Gottes dieselbe Gnade zu erfahren. Elisa zum Beispiel konnte den Mantel Elias empfangen, weil er in enger Verbindung mit ihm blieb. „Als sie hinübergegangen waren, sagte Elia zu Elisa: ‚Sag mir, was kann ich für dich tun, bevor ich von dir genommen werde?‘ ‚Lass mich einen doppelten Anteil deines Geistes erben‘, antwortete Elisa“ (2. Könige 2,9). Viele Menschen, die Gott tief ergeben sind, tragen eine Sphäre der Gegenwart Gottes in sich, und allein ihre Anwesenheit ermöglicht anderen den Zugang zu derselben Sphäre und der Gegenwart Gottes in dieser Sphäre.

4. Von Gott geschaffene saisonale (Kairos-)Portale.
Die vierte und wichtigste Art von Portal ist Gottes Portal. Diese Portale basieren auf göttlichem Timing und sind oft am schwersten zugänglich. „Alles hat seine Zeit, und alles Tun unter dem Himmel hat seine Stunde“ (Prediger 3,1). Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von Mose und den Israeliten, die 40 Jahre lang umherirrten, nachdem sie einen Kairos-Moment verpasst hatten (5. Mose 1,2-3). Diese Portale sind an bestimmte Zeiträume gebunden, und wer sie verpasst, kann seinen Segen verzögern. Das Bewusstsein für diese göttlichen Zeiträume ermöglicht es Gläubigen, voranzukommen, anstatt in Stagnation zu verharren. Für mehr Informationen zu Zeiträumen und Jahreszeiten [HIER KLICKEN].

Die Macht der Worte in den Portalen:
Wenn du dich in diesen Portalen befindest, haben deine Worte tiefgreifende Wirkung. Nicht jedes Wort ist für diese Bereiche bestimmt, denn nur die von Gott autorisierten Worte bringen die gewünschten Ergebnisse. Hesekiel verkündete nur, was Gott ihm geboten hatte, und alles, was er sprach, traf ein. Ebenso ist die Gegenwart Gottes unerlässlich, zusammen mit der Autorisierung zu sprechen. Hesekiel erkannte, dass Sehen allein nicht genügte; er brauchte konkrete Worte und Anweisungen, um die vertrockneten Gebeine zum Leben zu erwecken. Göttliche Worte sind wie Samen, die im Geist gesät werden und die Voraussetzungen für Durchbrüche schaffen.

Fazit: Vom Beobachten zum aktiven Mitwirken.
Wenn Gläubige Gottes Gegenwart immer bewusster wahrnehmen, müssen sie die Tragweite und Wirkung ihrer Worte verstehen. „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt ein bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenken und Mark; es beurteilt Gedanken und Absichten des Herzens“ (Hebräer 4,12). Ich ermutige Sie, über das bloße Sehen im Geist hinauszugehen und selbst zu sprechenden Propheten zu werden. Indem sie Gottes Gegenwart erfahren, sich an seinem Wort ausrichten und mit Autorität sprechen, werden Gläubige befähigt, ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen grundlegend zu verändern. Wahre Veränderung erfordert mehr als bloßes Beobachten; sie verlangt Handeln in den von Gott bestimmten Momenten. Für Videos und weitere Informationen zum Zoom-Kurs „Sprechende Propheten“ [HIER KLICKEN]

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